3. Methoden zur Wissensgenerierung Erworben, entwickelt, generiert

( Artikelserie von Ronald Billen 3 / 8 ) Themenschwerpunkte der heutigen Wissensmanagementdiskussion befassen sich häufig mit den genannten Kernprozessen. Doch woher stammt dieses Wissen bzw. die ihm zugrunde liegenden Daten? Dieser grundlegenden Frage der Wissensherkunft wird seltsamerweise oft wenig Beachtung zuteil, geradeso, als ob jegliches Wissen via Suchmaschinen im Inter-net zu finden sei. Dies ist aber nicht der Fall; im Internet findet man nur wieder, was irgend-wer irgendwann aus irgendeinem Grund als Inhalt eingestellt hat. Im Allgemeinen beschränkt sich die Diskussion der Wissensherkunft darauf zu erwähnen, dass Wissen u. a. durch die Einstellung von Personal mit entsprechender Expertise, durch Zukauf ganzer Unternehmen oder Unternehmensteile, durch Erfahrungsaustausch mit externen Experten, Bildung von Communities of Practice (CoP), Weiterbildung und externes Coaching erworben werden kann.

Dagegen konzentriert sich die Debatte um die unternehmensinterne Wissensentstehung vor allem auf Möglichkeiten der Wissensentwicklung. Diese fokussiert das Erlernen neuer Fähig-keiten, das Kreieren neuer Ideen und effizienterer Prozesse, um diese in innovative Produkte umzusetzen.

Im Schnittpunkt zwischen Wissensmanagement und Business Intelligence geht es jedoch nicht um den Erwerb externen Wissens durch den Zukauf von Wissensträgern, seien es Berater oder Unternehmen, auch nicht um die Entwicklung neuer Fähigkeiten. Vielmehr geht es um die Generierung neuer Erkenntnisse, um die Schaffung neuen Wissens aus unterneh-mensinternen Quellen. Und in diesem Falle sind die Quellen nicht die Köpfe der Mitarbeiter.